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Ist eine Cannabisreform in Italien zu erwarten?

Medizinisches Cannabis ist in Italien nun tatsächlich erlaubt. Jetzt stellt sich die Frage, ob das Land auch in Sachen Freizeitkonsum Schritte in die progressive Zukunft wagen möchten. Werden bald schon im europäischen Italien Hanfsamen, Joints und THC-Gebäck zum Verkauf stehen? Im September letzten Jahres begann das italienische Militär bereits, selbst angebautes Cannabis an Apotheken und Krankenhäuser zu verteilen. Endlich ist es so weit: medizinisches Cannabis ist auch in Italien erlaubt. Nicht nur das, es handelt sich dabei auch noch um lokal angebautes Cannabis. Viele Anhänger dieser progressiven Entscheidung fragen sich nun demnach, ob man einen weiteren politischen Schritt in Richtung Drogenreform erreichen kann. Und siehe da: Im Sommer 2017 soll über einen Gesetzesentwurf abgestimmt werden, der nicht nur die Freizeitnutzung entkriminalisiert, sondern möglicherweise auch das Fundament für eine waschechte Cannabis-Industrie legt. Einerseits hat sich Italien sehr lange Zeit gelassen, um eine Cannabis-Drogenreform als Diskussion in Gang zu stoßen. Zu groß sind auch andere innenpolitische Probleme desLandes. Und doch kann man die Reform der medizinischen Nutzung der Pflanze auf jedenFall als einen dramatischen Schritt bezeichnen. Er signalisiert, dass die Regierung und die politischen Vertreter des Volkes bereit sind, in die Zukunft zu blicken. Zudem wird jede Entscheidung (wie alle Cannabis Informationen), die in Italien getroffen wird, auch einenmaßgeblichen Einfluss auf das restliche Europa haben. Anhänger erhoffen sich jedenfalls eine Art Kettenreaktion, die auch Deutschland, Großbritannien und Frankreich treffen könnte. Der Gesetzesentwurf aus Italien entkriminalisiert den Freizeitkonsum von Cannabis. Aber er geht auch deutlich weiter. Bis zu 15 Gramm darf man für den persönlichen Gebrauch im Haus behalten, 5 Gramm darf man unterwegs bei sich tragen, und auch der kleinere Anbau - bis zu fünf Pflanzen immerhin - wäre damit legalisiert. Noch verlockender ist die Vorstellung eines Cannabis Clubs (bisher gibt es diese in einer Art rechtlichen Grauzone). Bis zu 50 Mitglieder kann so ein Club haben, und er würde die Möglichkeit schaffen, Unternehmen zur Herstellung und Verkauf von Cannabis zu zu lassen. Die Reform könnte die kriminelle Cannabis-Industrie deutlich schwächen und für dringend benötigte Steuereinnahmen für Italien sorgen. Auch deshalb erfreut sich der Vorschlag weiterhin großer Beliebtheit im Volk.

Redaktion

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