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Deutschland braucht geeignete und qualifizierte Fachkräfte in großer Zahl

Am heutigen Mittwoch beriet das Bundeskabinett den Fortschrittsbericht des Fachkräftekonzepts der Bundesregierung. Hierzu erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:

„Das größte Hemmnis für Wachstum und Expansion der Unternehmen ist der Mangel an Fachkräften und qualifizierten Mitarbeitern. Der aktuelle Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung schätzt, dass im Jahre 2040 in Deutschland 3,3 Millionen Fachkräfte fehlen könnten.

Die unionsgeführte Bundesregierung hat deshalb in den vergangenen 10-12 Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und gemeinsam mit Unternehmen und Arbeitnehmern viel erreicht. So haben wir viele Ältere, viele Frauen und auch viele Migranten in Lohn und Brot gebracht und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert. Nur deshalb sind heute mehr als 44 Millionen Menschen in Lohn und Brot, soviel wie noch nie in der Geschichte Deutschlands.

Der Fachkräftemangel wird auf absehbare Zeit eine große Herausforderung bleiben. Es gilt, zunächst diejenigen Menschen zu aktivieren, die wir zur Verfügung haben. Auch heute noch gibt es in Deutschland 1 bis 1,5 Millionen Personen, deren Potenzial volkswirtschaftlich nicht genutzt wird. Menschen, die aus verschiedensten Gründen, von Sprache über Gesundheit bis zur Qualifikation, noch nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind. Wir müssen deshalb neue Wege gehen, Geld allein reicht nicht. Wir wünschen uns, dass jeder Unternehmer in den nächsten vier Jahren einen dieser Menschen an die Hand nimmt und aktiviert.

Es ist Aufgabe der Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Aktivierung von Arbeitskräften eine Win-win-Situation für alle Beteiligten wird: Für die betroffenen Menschen, die Unternehmen und für die ganze Gesellschaft insgesamt. Wir als CDU/CSU bekennen uns zur dualen Ausbildung in Betrieb und Schule und wollen sie weiter stärken. Wir werden den Meisterbrief erhalten und dessen Einführung oder Wiedereinführung für weitere Berufsbilder prüfen. Es gilt, stärkere Anreize für eine höhere berufliche Bildung zu schaffen. Beispielsweise soll ein „Meisterbonus“ ermöglichen, dass bei bestandener Meisterprüfung angefallene Gebühren ganz oder teilweise erstattet werden.

Wir wollen mehr Frauen ermöglichen, sozialversicherungspflichtig zu arbeiten. Außerdem ist es wichtig, junge Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren ohne Abschluss nachzuqualifizieren, damit sie sich ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten können. Die Union will außerdem mehr Geld bereitstellen, um jungen Menschen, deren Eltern von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, in ganz Deutschland den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ebnen wird.

Eine „Nationale Weiterbildungsstrategie“ soll helfen, lebenslanges Lernen, Bildung und Qualifizierung zu erleichtern. Die Devise für die Zukunft lautet: Kein Arbeitsplatz darf unbesetzt bleiben, weil es an Fachkräften fehlt.“

Redaktion

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