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Dringend Nachbesserungen für PiA nötig

Anlässlich der Anhörung im Petitionsausschuss für angemessene Übergangsregelungen für derzeitige Psychologiestudierende und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PiA) in Ausbildung erklären Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik, und Corinna Rüffer, Obfrau im Petitionsausschuss:

 

Die heutige Anhörung zur Petition „für angemessene Übergangsregelungen für derzeitige Psychologiestudierende und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA)“ mit über 84.000 Unterstützerinnen und Unterstützern hat deutlich gemacht, dass die prekäre Situation der PiA schnellstmöglich beendet werden muss. Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer erbringen derzeit während der praktischen Tätigkeit psychotherapeutische Leistungen im Praktikantenstatus ohne Anspruch auf Vergütung – und das, obwohl sie einen akademischen Abschluss haben. Dies ist absolut inakzeptabel. Eine Psychotherapeutenausbildung ist kein Privatvergnügen.

 

Wir unterstützen das Anliegen der Petentinnen und Petenten, denn wie prekär die Situation der PiA ist, lässt sich deutlich aus einer eigenen Erhebung von 2017 erkennen, daran haben sich mehr als 3500 Auszubildende beteiligt: 14 Prozent der Befragten bekommen keinerlei Vergütung und mehr als die Hälfte erhält 500 Euro oder weniger. Durchschnittlich liegt die Vergütung bei 639 Euro. Mehr als zwei Drittel sind auf Unterstützung durch Familie oder Partner*in angewiesen. Hinzu kommt, dass 36 Prozent ohne sozialversicherungsrechtliche Absicherung ihre Tätigkeit verrichten. Gleichzeitig übernehmen die PiA jedoch viel Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zu den Versorgungsleistungen.

 

Durch die im Gesetzentwurf zur Psychotherapeutenausbildungsreform fehlenden Übergangsregelungen wird die prekäre Situation für die sich derzeit in Ausbildung befindenden PiA  jedoch noch für viele Jahre bestehen bleiben. Hier brauchen wir dringend Nachbesserungen, die sicherstellen, dass auch die heutigen PiA nicht länger ihre praktische Tätigkeit im Praktikantenstatus absolvieren müssen, sondern im Angestelltenverhältnis ordentlich vergütet werden. Die Versorgung von psychisch kranken Menschen ist eine herausfordernde und für unser gesundheitliches Wohlergehen eminent bedeutende Aufgabe. Die Psychotherapeutenausbildung legt dafür den Grundstein. Wir Grüne werden deshalb weiterhin Druck auf die Bundesregierung ausüben, damit die heutigen PiA in der Reform nicht vergessen werden.

 

 

Hier finden Sie die Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_03/_31/Petition_92805.nc.html

 

 

Redaktion

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